Irgendwie hatte ich selbst lange Zeit nicht daran geglaubt, dass ich es einmal schaffen werde, mein geliebtes Web.de (bzw. später dann 1und1) zu verlassen. Aber jetzt ist es soweit. Ich bin im Status “gekündigt”. Noch kann ich im 1und1 Umfeld arbeiten, werde das auch sicher noch 2 Monate tun, aber ich musste diese Gedanken einfach mal niederschreiben…
Ich könnte, neben der privaten Entwicklung, die zwischen heute und dem Jungspunt der ich damals war, liegt, ganz viele Geschichten erzählen, die ich mit 11,5 Jahren bei Web.de/1und1 verbinde.
- einige davon handeln von tagischen Entscheidungen und schlimmen Fehlern von Entscheidern, die heute im anderen Licht sehr viel moderater und verständlicher klingen würden.
- einige davon würden aus den ganz unterschiedlichen Zeiten, Aufgaben und Bereichen erzählen, die ich sehen, begleiten und manchmal auch gestalten durfte
- einige davon wären Erzählungen von unseren heroisch, chaotischen “Feuerwehraktionen”, die heute doch eher “hemdsärmlig” und unprofessionell wirken
- fast alle enthalten Wertschätzung für die vielen Dienstleister, Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzte, Vorbilder, die ich auf diesem langen Weg kennenlernen durfte.
- ganz viele Geschichten würden von Menschen erzählen.
Menschen mit
- Ideen
- Eigenantrieb
- Herz
- BWL-Gehirn
- Visionen (von den guten und notwendigen, auch wenn ich Altkanzler Schmidt nur ungern widerspreche!)
- technischer Expertise
- ganz viel Siegeswille
- Kreativität
- gesundem Wahnsinn
- Hilfsbereitschaft
wenige Menschen, die obigen Werten nicht den gleichen hohen Stellenwert zumessen, wie ich das tue.
Menschen,
- die mir die Integration in Karlsruhe erleichtert oder erst möglich gemacht haben
- Menschen mit denen ich meine Freizeit teilen durfte und hoffentlich auch weiterhin darf
- Menschen die immer offen für Neues und vor allem neue Kollegen waren
- die mich in dieser ganzen Zeit begleitet haben
- von denen ich ganz viel lernen durfte, selten auch als abschreckendes Beispiel
- die mir trotz seltener Kontakte sehr wichtig sind
- die mir Optionen eingeräumt haben, die ich für mich nicht sehen konnte
- für deren Leistung und Lebenswerk ich extreme Bewunderung empfinde
- die mir in Konfliktsituationen geholfen haben, die richtige Entscheidung zu treffen
- für die ich gerne an meine Grenzen und manchmal drüber raus gegangen bin
- die gerne immer mal wieder sehen wuerde, was natuerlich nie klappt
Und sicher fallen uns immer wieder neue Geschichten ein, die es wert wären erzählt zu werden, aber das soll hier nicht passieren sondern den persönlichen Treffen vorbehalten sein. Tatsächlich kann ich nach 11,5 Jahren die Anzahl derer, mit denen ich im persönlichen Konflikt auseinandergegangen bin an einer Hand abzählen, was im Verhältnis zu der grossen Zahl von Menschen, die ich immer wieder gerne und herzlich wiedersehe absolut verschwindend ist.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Euch Alle!
Ich möchte allen Weggefährten dieser langen Reise bis hierhin alles Gute wünschen!
Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
hey, es tut mir Leid
Es ist vorbei.
(Zitat “Juli – Geile Zeit”)
PS: Ganz nebenbei kann ich mich jetzt einer ganz neuen Herausforderung ausserhalb meines bisherigen Komfortbereichs stellen, die mich sehr reizt und hoffentlich auch richtig weiterbringt!
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