Teil 1: Die Einführung:
Ich denke seit langer Zeit darüber nach, einen Artikel (oder eine kleine Artikelserie) zu meinem Speichersetup zu machen. Ja für den einen oder anderen IT Kollegen mag das jetzt Standard sein, aber ich erfahre immer wieder aus meinem Umfeld, dass hier noch viele Fragen offen sind und nicht jedem klar ist, wie günstig und leicht machbar ein sicheres und zuverlässiges Speichersetup möglich ist.
Vielleicht hilft Euch die eine oder andere Fragestellung oder Softwarelösung, Euer Setup zu planen oder etwas schärfer zu sehen, als Ihr das jetzt grade tut. Auf jeden Fall freue ich mich immer über Eure Fragen und Anmerkungen und arbeite die auch gerne in das Dokument ein. Natürlich ist das nur eines von ganz vielen möglichen Setups, ich arbeite jetzt seit fast 3 Jahren damit und habe sehr gute Erfahrungen gemacht.
Ich will im vorliegenden Teil eins kurz erklären welche Datentypen es für mich im täglichen Leben gibt:
A) Bewegungsdaten
B) Speicherdaten (siehe Artikelserie Teil 2)
C) Haltedaten
Diese verteile ich dann entweder auf die Dropbox, mein NAS Storage, eine USBPlatte oder zu Crashplan… aber dazu eben später mehr.
A) Die Bewegungsdaten:
Dies sind keine Daten die ihren Stand- oder Speicherort ändern, sondern Daten, die ich mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit brauche und deshalb immer und überall im Zugriff haben will. Tatsächlich folgen sie mir also durch das Internet. Hier sind auch Daten gemeint, die ich gerne mit anderen Kollegen bearbeiten und teilen will. Um diese Daten überall im Zugriff zu haben, nutze ich Dropbox (Affiliate Link). Da ich noch im kostenlosen Bereich des Dropbox-Angebots unterwegs bin, ist der Speicherplatz auf aktuell 8GByte beschränkt. Eine wesentliche Eigenschaft dieses Datenbestands ist folgerichtig die überschaubare Grösse.
Um zu verstehen wie ich die Bewegungsdaten trenne, werfen wir mal kurz einen Blick auf die Schemadarstellung meiner Dropbox:
Bei Bewegungsdaten bilde ich vier Untergruppen, logisch wie auch im Dateisystem.
A1) Die persönlichen Daten (gelbe Volume – Symbole)
Beim Inhalt dieser Volumes (KEINE Ordner) handelt es sich um Ordner mit Scans von Versicherungspolicen, meiner digitalisierten Kommunikation, Verträgen, CVs und ähnlichem. Da ich diese Daten auf gar keinen Fall in die falschen Hände geraten lassen will, habe ich auf der Dropbox einen Truecrypt Container erzeugt. Ein solcher Container oder “Volume” stellt eine virtuelle Festplatte dar, die verschlüsselt wird. Innerhalb des Container kann ich nach Belieben Ordner und Dateien anlegen, sobald ich den Container schliesse, wird wird der gesamte Inhalt verschlüsselt. Dann wird er auf die Dropbox gesichert und verteilt. Ich will hier nicht auf die Verschlüsselung im Detail eingehen, sondern einfach auf die gute Doku bei Truecrypt verweisen. Dieser Container ist bei mir 1GByte gross und beinhaltet alle privaten Dokumente. Dieser Container wird selbstverständlich auch in der Crashplan-Lösung offsite gespeichert. Diese Container benenne ich dann noch Kontext (Work, Privat, etc.) oder nach Benutzergruppe, die damit arbeiten soll. So kann meine Frau ebenfalls alle Dokumente online bearbeiten, während ich in meinen Arbeitsdokumenten unterwegs bin. Paralleler Zugriff ist natürlich bei diesen Verschlüsselungs-Containern nicht möglich.
A2) Die geteilten Daten (grüne Ordner – Symbole):
Ich arbeite an verschiedenen Themen mit einigen Menschen zusammen, so dass wir z.B. den Datenaustausch und auch die Bearbeitung der Dokumente, Bilder und Audiodateien online abwickeln. Hier könnten wir alles in einen Container packen, dessen Schlüssel uns allen bekannt ist, jedoch wird der Podcast oder Artikel ohnehin frei im Netz verfügbar sein, weswegen ich den Aufwand für unnötig erachte. Diese sind ebenfalls im Offsite Backup, falls mal jemand einen Fehler macht…
A3) Die Synchronisationsdaten (grüne Ordner – Symbole):
Einige Tools haben sich bei mir eingeschlichen, die Daten und Konfigurationen auf der Dropbox speichern und mir so ermöglichen von allen meinen Macs zu arbeiten, wie ich die Situation verlassen habe. Das ist besonders praktisch für Applikationen wie DeliciousLibrary, Things, 1password etc. (Affiliate Links) Hier herrscht leider etwas Chaos in der Ordnerstruktur ich war immer zu faul aufzuräumen. Für diese gilt keine hohe Sicherheitsanforderung weswegen ich auch hier auf die Verschlüsselung verzichte, aufgrund der kleinen Datenmenge lass ich sie mit ins Offsite-Backup laufen.
A4) Die Transferdaten (weisses Ordner – Symbol):
Das ist jetzt mein virtueller USB-Stick. Einfach hier ein PDF, dort ein Screenshot oder sonstwas, dass von Kollegen kommt und nach Hause transportiert werden muss, um dort gelesen zu werden. Die Daten liegen hier nur kurze Zeit und haben keinen persönlichen Informationscharakter. Falls ich die Daten verlieren sollte, hole ich sie erneut von der selben Quelle. Hier also weder Verschlüsselung noch Offsite-Backup.
Diese Struktur passt sich naürlich beliebig an die eigenen Bedürfnisse an, aber ich hoffe, meine Idee dahinter ist klar geworden.
Denn jetzt liegen alle Daten in der gleichen Dropbox, sind mehrfach vorhanden (die Bestandsdaten werden ja an alle Rechner (sowohl lokale Kopien als auch auf dem Server) gesyncht) und überall verfügbar. Durch eine kluge Ordnerstruktur bleibt das dann auch gut verwalt- und benutzbar.
Im zweiten Teil dieser kleinen Serie werde ich versuchen zu erklären, was mir bei den Speicherdaten wichtig erscheint und wie ich mit diesen sehr wichtigen Daten umgehe.




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Hm, hast keine Studenten Adresse mehr? Oder jemanden, der eine hat?
dann könntest den Dropbox Speicherplatz zumindest verdoppeln.
Pingback: “Speichersetup” Teil 2: Speicherdaten, Offsitebackup und Userfehler… | blog.helaron.de - Spiele, Reisen, Bücher, MindShirts.de, Fun
Nettes Setup meins sieht so ähnlich aus.
Die Idee mit den unterschiedlichen Dropbox-Volumes bzw. Bewegungsdaten & Speicherdaten werd ich jetzt wohl auch übernehmen.
Crashplan scheint wohl auch eine gute Alternative zu Backblaze sein.
Freu mich auf den zweiten Teil.
Flattr+